ARD und ZDF machen unbeirrt weiter mit Fehlinformationen über Athen (mit Update 1.3.)

Als ich müde von der Arbeit nach Hause kam und gegen meine Gewohnheit schon die „Heute„-Nachrichten einschaltete, traute ich meinen Ohren nicht. Yanis Varoufakis habe damit geprahlt, dass die REFORMLISTE, die er nach Brüssel geschickt habe, absichtlich vage gewesen sei, um die Abstimmungen in den Parlamenten nicht zu gefährden. Eine Korrespondentin, Nicole Diekmann, berichtete das nochmal länglich aus Athen und dabei geizte nicht mit scharfsinniger, gehässiger Analyse. Daraufhin schaute ich mir um 20 Uhr auch noch die Tagesschau

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Es ist einfach so passiert

Kurioses Dementi aus dem Bundesfinanzministerium. Das Bundesfinanzministerium hat die Darstellung des griechischen Finanzministers Yanis Vaoufakis dementiert, es habe vertrauliche Absprachen mit Griechenland gegeben. „Es gibt keine Nebenabreden“, sagte eine Ministeriumssprecherin zum Statement der Euro-Gruppe. Varoufakis hatte in Athen gesagt, er habe sich auf Empfehlung seiner Kollegen in der Eurogruppe auf eine bewusst unscharfe Formulierung der Reformzusagen geeinigt. Andernfalls hätten die Ministerkollegen

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Brief aus Athen: Der Theaterdonner ebbt nicht ab

Markus Barth, Athen. Noch bevor die Parlamente in Berlin und Athen den mühsam ausgehandelten Kompromiss von Brüssel bestätigt haben geht der Theaterdonner munter weiter. Die Rechten in den Unionsparteien sehen Varoufakis als Gewinner. Die Linken von Syriza glauben dagegen, dass Schaeuble diesen über den Tisch gezogen hat. Merkel und Tsipras muessen in ihren eigenen Fraktionen Ueberzeugungsarbeit leisten um die Parlamentarier auf Linie zu halten. Nun die Zustimmung ist in beiden

Klaus und Klaus befreien den Arbeitsmarkt – Eine Spurensuche

Wie Klaus Zumwinkel und Klaus F. Zimmermann mit einem Forschungsinstitut und mit großzügiger Unterstützung des größten Arbeitgebers die Liberalisierung des Arbeitsmarktes vorantrieben, und wie ihr Geldgeber das jetzt nutzt um Löhne zu drücken. Eine Reportage über eine Recherche, die der Deutschen Post ebenso unangenehm ist, wie dem einflussreichen Bonner Wirtschaftsforschungsinstitut IZA und natürlich der Deutsche Post Stiftung, also der geheimniskrämerischen

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Bekenntnisse des Hofnarren Norbert Häring

Gerstern, am 24. Februar, durfte ich auf der recht gut besuchten Jahrestagung der Keynes-Gesellschaft  in Graz (in Österreich scheint es mehr Rest-Keynesianer zu geben wie im viel größteren Deutschland) den Preis ebendieser Keynes-Gesellschschaft für Wirtschaftspublizistik 2014 entgegennehmen. Meine kurze Dankesrede hieß: „Bekenntnisse des Hofnarren Norbert Häring“.

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Spaßige Aktion gegen den Autobahnraub am Donnerstag

Das Netzwerk Gemeingut in BürgerInnenhand macht morgen aus Anlass der letzten Sitzung der ministeriumsinternen Lobbygruppe zum organisierten Autobahnraub eine originelle Aktion und hat dazu foglende Presseeinladung verschickt: wir laden Sie herzlich ein, am Donnerstag, dem 26.02.15. von 08:00 bis 08:30 Uhr über die Aktion „Gabriel stoppen: Kein Ausverkauf unserer Infrastruktur an Versicherungen und Banken!“ zu berichten. Die Aktion findet am Eingang zum Bundesministerium für Wirtschaft (Scharnhornstr. 35, 10115 Berlin) statt. 

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War das die Zitterpartie wert? Was Athen jetzt zusagte, hatte es schon lange vorher angeboten

 Auf vielfachen Wunsch meiner wissbegierigen deutschen Leserschaft habe ich einen Tag frei genommen, um meine Analysen zum Verhandlungsergebnis mit Griechenland aus dem Englischen ins Deutsche zu übertragen. Ich werde dies nicht Eins zu Eins tun. Ich vergleiche die finale Erklärung der Eurogruppe vom 20. Februar, einmal mit dem von Griechenland nicht unterschriebenen Entwurf vom 16. Februar und vor allem mit dem, was der griechische Finanzminister Varoufakis

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