Nachtrag zum Beitrag über Lauterbach vom 11. August

18. 08. 2021 | Am 14.8. twitterte Karl Lauterbach: „Wir sollten die Inzidenz niedrig halten. Weil im Herbst der Schutz vor Ansteckung und vor LongCovid verloren geht. Wahrscheinlich schützt Impfung nur noch 50% vor Ansteckung. Und 20% der Angesteckten nach Impfung bekommen LongCovid.“

Er verlinkte zu einem Guardian-Artikel, der aber die 20% mit Long-Covid so nicht enthielt. Dort ist von 10% bis 30% der aller Erwachsenen die Rede, die Long Covid entwickeln. im Kontext kann man wohlmeinend annehmen, dass infizierte Erwachsene gemeint sind. Lauterbach macht daraus offenbar 20% aller infizierten Geimpften. Das ist ein sehr großzügiger Umgang mit Daten.

Warum Lauterbach meint, man dürfte Ungeimpfte auf Schritt und Tritt zum (selbst bezahlten) Testen zwingen, Geimpfte aber ganz ausnehmen, wenn der Impfschutz seiner Ansicht nach bald nur noch bei 50% liegt, entspringt wahrscheinlich einer ganz eigenen, spezifisch lauterbachschen Logik. Demgegenüber sind ihm Tests, die eine Trefferquote deutlich über 50% haben, nicht sicher genug, um negativ getestete Ungeimpfte in Großveranstaltungen zu lassen. Diese Kombination ist mit keiner bekannten Form der Logik mehr zu rechtfertigen.

Zur Erinnerung: Lauterbach, dem Schikane Ungeimpfter nicht weit genug geht, die Staubsaugerbeutel und die UEFA

Am Abend des 18. August twitterte Lauterbach zu allem Überfluss noch auf Basis einer falschen Aussage sein Unverständnis über die Entscheidung nicht Geimpfter in die Welt:

„Die Ungeimpften verstehen oft noch nicht, dass sie wahrscheinlich alle erkranken werden. Und das ist für keinen risikolos bei der Delta Variante. Viele werden zu chronisch Kranken werden. Ich verstehe nicht, weshalb man so etwas macht. Es macht keinen Sinn.“

Dabei setzte er positiv Getestete mit Erkrankten gleich. Das ist falsch, weil die Mehrheit der positiv Getesteten nicht Erkrankt oder nur Symptome von der Schwere einer normalen Erkältung hat.

Print Friendly, PDF & Email