Ethikratsvorsitzende Buyx: Deswegen muss man noch aus allen Rohren feuern, was das Impfen anbelangt (Teil1)

17. 08. 2021 | Hören | Henry Mattheß | Viele Vertreter der politisch-medialen Elite fallen beim Thema Corona durch übersteigerte Selbstgewissheit und Vehemenz auf. Gleichzeitig beeindrucken sie durch Widersprüche im Denken, große blinde Flecken beim Impfen und Ignoranz gegenüber internationalen Erkenntnissen. Ein anschauliches Beispiel lieferte die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates Prof. Dr. med. Alena Buyx in einem Podcast des NDR zum Umgang mit Impfablehnern.

Buyx gibt sich im NDR-Interview vom 12. August martialisch:

Da sind wir im Moment in einer Übergangsphase [der Impfkampagne]. Und deswegen muss man noch aus allen Rohren feuern, was das Impfen anbelangt.“

Womit sie für weiter zu intensivierende Impfkampagnen werben möchte. Alle Rohre richten sich dabei auf noch Nichtgeimpfte und den Umgang mit ihnen. Denn durch die jetzt freie Verfügbarkeit der Impfstoffe werde eine Impfablehnung…

…zunehmend eine Frage der persönlichen Wahl und damit der persönlichen Eigenverantwortung. Und darüber leiten sich diese Argumente ab, dass man sagt: Pass mal auf, wenn du dich jetzt wirklich nicht impfen lässt, nicht weil es nicht geht, oder weil du keine Informationen hast oder nicht kannst, sondern weil du sagst: Nö, mache ich nicht! entscheidest du dich letztlich eigenverantwortlich gegen deinen eigenen Schutz, gegen den Schutz der Menschen um dich herum, und du entscheidest dich auch dazu beizutragen, dass die Pandemie noch weiter geht.“

Dass sich die „persönliche Eigenverantwortung“ vieler Millionen nicht besonders gefährdeter und gesunder Menschen nicht gegen den eigenen Schutz, sondern im Gegenteil gerade auf den Schutz der eigenen Gesundheit gegen mögliche schädliche Nebenwirkungen und Spätfolgen von nur bedingt zugelassenen und im Eiltempo entwickelten, neuartigen gentechnischen Injektionen richtet, scheint für Buyx keine legitime Abwägung zu sein.

Weiter bewertet sie die Beweggründe einer Impfablehnung wie folgt:

Wenn es aus einer impfverweigernden Haltung erfolgt, dann beißen sich eben tatsächlich die Argumente der Eigenverantwortung und der Gleichbehandlung. Das ist ein genuin ethischer Konflikt. Denn dann ist das Etwas, was ich entscheide aufgrund persönlicher Überzeugungen, und damit stelle ich mich außerhalb der Solidargemeinschaft. Und ich kann dann nicht einfordern, dass die Solidargemeinschaft das [Corona-Tests] für mich weiter finanziert.“

Es ist Buyx, die Menschen, die sich (noch) nicht impfen lassen, verbal mit einer eher moralischen als ethischen Begründung aus der Solidargemeinschaft wirft. Menschen, die eine individuelle Abwägung von Gesundheitsrisiken vornehmen, stellen sich durch diese nicht außerhalb der Solidargemeinschaft.

Viel eher bewegt sich Buyx mit ihren Ethikbewertungen außerhalb des Rechtsrahmens des Grundgesetzes mit dessen verfassungsrechtlichen Grundsatz der bedingungslosen Gleichbehandlung aller Staatsbürger. Diese darf bezüglich der Bewegungsfreiheit und gesellschaftlichen Teilhabe nur für infektiöse, gefährliche Kranke(!) oder im Rahmen des Strafvollzugs eingeschränkt werden. International wird vielerorts über verpflichtende Impfnachweise nach anderen ethischen und juristischen Maßstäben geurteilt als in Deutschland und das Verlangen von Impfnachweisen verboten.

Wie viele Andere bedient sich auch die Ethikratsvorsitzende eines manipulativen Sprachgebrauchs. Die Worte Impfangebot und Impfverweigerer passen sprachlogisch nicht zusammen. Ein Angebot kann nicht verweigert, sondern höchstens abgelehnt werden, da es auf Freiwilligkeit beruht. Nur eine Pflicht kann verweigert werden, weil sie immer eine Art von Zwang beinhaltet. Trotzdem wird beständig von einem „Angebot“ und dessen „Verweigerern“ gesprochen.

Das Wort Impf-Ablehnung fehlt nicht nur im Sprachgebrauch der Impfwerber, sondern vermutlich auch in ihrem Denken. Eine Ablehnung einer Corona-Impfung ist in ihrem Weltbild nicht vorgesehen, weil sie sich dafür keinen rationalen Grund vorstellen können. Dabei ist das Risiko gesundheitlicher Spätfolgen offenkundig nicht ausschließbar und auch nicht abschätzbar, was sich insbesondere daran zeigt, dass sich die Impfstoffhersteller in Geheimverträgen ausdrücklich vom Staat von der Haftung für solche Schäden haben freistellen lassen.

Mögliche Impfspätfolgen sind ein großer blinder Fleck der Impfwerber. Er wird mit rhetorischen Tricks wie Überredung oder Lügen übergangen. Bei Buyx klingt das im Podcast so:

Die Impfung ist 4,3 Mrd mal verimpft worden weltweit – wir wissen alles über die Sicherheit.

Und Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein verkündete am 10. August:

Ich will ausdrücklich[!] noch mal darauf verweisen, dass alle klinischen Studien und auch alle Erfahrungswerte bei den Impfungen von Millionen Menschen auch klar ergeben, dass wir sichere und verlässlichen Impfstoffe haben und niemand Sorgen haben muss…“

Nur zwei der ungezählten Varianten des politisch-medialen Mantras von „sicheren und wirksamen“ Corona-Impfstoffen, die sich in der Nähe einer justiziablen arglistigen Täuschung bewegen. Denn egal wie viele Milliarden Gentechnik-Dosen schon gespritzt wurden, sie können fehlende mehrjährige Langzeituntersuchungen nicht ersetzen oder die bisher schon bedenklich hohe Zahl aufgelaufener negativer Impffolgen ungeschehen machen. Nur in der Denklogik und Argumentation von Impfwerbern und einer Ethikratvorsitzenden scheint dies möglich zu sein.

Dass es sich bei der Buyxschen Logikschwäche nicht nur um einen etwaigen Versprecher handelt, zeigt eine weitere Äußerung, die Kategorien vermengt, die nicht zusammenpassen:

Aber die Impfung ist insgesamt viel viel billiger natürlich als ständiges Testen… Und deswegen muss man sich dann irgendwann klarmachen, dass man eine individuelle Entscheidung trifft, die gegebenenfalls bestimmte Konsequenzen mit sich bringt.

Eine Impfung ist eine medizinische Kategorie, über der an erster Stelle der ärztliche Grundsatz steht, gesunden Menschen keinen Schaden zu zufügen. Nach welcher Logik die ausgewiesene Medizinethikerin Prof. Dr. med. Buyx dementgegen ernsthaft ökonomische Kostenerwägungen gegen Ungeimpfte wendet, ist schleierhaft und irritierend.

Vielleicht entspringt diese „Logik“ der quasi-religösen Heilserwartung einer durch gentechnische Impstoffe herbeigespritzten Herdenimmunität zur Beendigung der „Pandemie“. Obwohl Buyx sich im Interview über infizierte Geimpfte zumindest in Großbritannien informiert zeigt, die dieser Heilserwartung entgegenstehen, scheint dieser Fakt ihre ethischen Begründungen für eine Ungleichbehandlung von Geimpften und Nichtgeimpften nicht zu berühren.

Bei Beachtung weiterer internationaler Daten aus Israel, Malta, Chile, Gibraltar, Dänemark, Niederlande, Bahrain, Hawaii, Island und weitere wäre dies aber zwingend angebracht. Diese Länder mit hohen Impfquoten zeigen, dass die eingesetzten Geninjektionen weder eine Infektionswelle, noch schwere Krankeitsverläufe und auch nicht den Tod Geimpfter durch Covid verhindern können. Diese immer nur erhofften Nutzeneffekte waren nie Untersuchungsgegenstand der extrem verkürzten Herstellerstudien, was bereits seit September 2020 bekannt ist.

Die Tatsache, dass es in Ländern mit sehr hohen Impfquoten trotzdem große Infektionswellen gibt, ist der zweite blinde Fleck der Impfwerber über den sie durch Auslassung oder Falschbehauptungen hinweggehen. Oder sie berichten nur aus Deutschland, nicht ohne die Problematik infizierter Geimpfter mit Hilfe von Experten kleinzureden und so zu tun, als wäre dieses Risiko von Anfang an kommuniziert worden und jetzt erwartbar gewesen. Immer noch verbreiten in Deutschland viele Medien, Ethikräte und Politiker mit millionenschweren Propagandaaufwand die Mär, dass die „Pandemie“ nur durch eine Impfung aller beendet werden könne.

Stellvertretend für den Großteil der journalistischen Zunft glänzt auch der NDR-Moderator mit Unkenntnis. Zumindest konfrontiert er die Ethikbetrachtungen von Buyx nicht mit der internationalen Impf-Realität. Dafür hätte es nur einer Nachfrage zu jüngsten Mitteilungen von Epidemiologen aus Island bedurft:

Ich hasse es, schlechte Nachrichten zu überbringen, aber Island (93% der Bevölkerung ab 16 Jahren sind geimpft) erlebt seine bisher größte Covid-19-Welle. Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich es für unvernünftig anzunehmen, dass eine erhöhte Durchimpfungsrate zu einer Herdenimmunität führen wird.“ (Elias Eythorsson am 7.8.2021 auf Twitter)

Vollkommen im Gegensatz zu diesen internationalen Berichten drängt die deutsche Politik weiterhin mit windigen und jeder Logik und Sinn entbehrenden Aussagen massiv auf die Impfung auch von Kindern und Jugendlichen, um auf diese Weise eine Herdenimmunität zu erreichen: Impfung als Selbstzweck. An exponierter Stelle mit dabei Ethikratvorsitzende Prof. Dr. med. Buyx.

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