Unterschreiben für den Frieden

14. 09. 2023 | Nach offenbar beträchtlichem hinhaltenden Widerstand der Bundestagsverwaltung ist eine Bundestagspetition für Friedensgespräche statt Waffenlieferungen nun online. Ab 50.000 Unterschriften ist der Bundestag gehalten, sich damit zu befassen. Gleichzeitig streben Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht für ihre noch laufende Unterschriftensammlung die Erreichung der Millionengrenze an.

Der Text der Bundestagspetition „Frieden schaffen ohne Waffen!“:

„Der Deutsche Bundestag möge die Bundesregierung auffordern, das Friedensgebot, wie es in unserem Grundgesetz und im 2+4-Vertrag festgeschrieben ist, zu befolgen, was insbesondere jetzt in Bezug auf den Krieg in der Ukraine bedeutet, statt Waffen Vermittlungsangebote zu ‚liefern‘, die auf einen Friedensschluss in der Ukraine zielen.

Begründung:
In der Präambel unseres Grundgesetzes heißt es: „…von dem Willen beseelt, … dem Frieden der Welt zu dienen …“ und im Artikel 2 des ‚2+4-Vertrages‘: „…dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird. … Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik erklären, dass das vereinte Deutschland keine seiner Waffen jemals einsetzen wird, es sei denn in Übereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen.“ Waffen ins Kriegsgebiet zu liefern, ist das genaue Gegenteil des Friedensgebotes!“

Aufruf Schwarzer/Wagenknecht

Auszug aus der von Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht im Februar gestarteten Petition „Manifest für Frieden“, die Stand heute 870.000 Unterschriften gesammelt hat:

„Wir Bürgerinnen und Bürger Deutschlands können nicht direkt auf Amerika und Russland oder auf unsere europäischen Nachbarn einwirken. Doch wir können und müssen unsere Regierung und den Kanzler in die Pflicht nehmen und ihn an seinen Schwur erinnern: „Schaden vom deutschen Volk wenden“. Wir fordern den Bundeskanzler auf, die Eskalation der Waffenlieferungen zu stoppen. Jetzt! Er sollte sich auf deutscher wie europäischer Ebene an die Spitze einer starken Allianz für einen Waffenstillstand und für Friedensverhandlungen setzen. Jetzt! Denn jeder verlorene Tag kostet bis zu 1.000 weitere Menschenleben – und bringt uns einem 3. Weltkrieg näher.“

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