Amnesty Internationals zwiespältige Haltung zu Assange – Ein Aufruf

4. 12. 2020 | Ich möchte hier dazu aufrufen einen offenen Brief an Amnesty International Deutschland zu unterschreiben, um die Organisation zu nötigen, eine klare Haltung zur Bedrohung der Pressefreiheit durch die politische Verfolgung von Julian Assange einzunehmen.

Assange wird von Großbritannien unter folterartigen Bedingungen eingesperrt und mit Auslieferung an ein Regime bedroht, von dem er keinen fairen Prozess erwarten darf, weil er es unter anderem gewagt hat, Kriegsverbrechen dieses Regimes öffentlich zu machen.

Die Verfolgung und Misshandlung von Assange ist nicht nur unmenschlich. Sie ist eine schwere Bedrohung der Pressefreiheit, weil Assange dafür mit lebenslanger und lebensgefährlicher Haft bedroht wird, dass er das getan hat, was Kernaufgabe guter Journalisten ist: Das zu veröffentlichen, was mächtige Leute und Organisationen aus illegitimen Gründen vor der Öffentlichkeit verbergen möchten.

Die Kriminalisierung von Journalisten, die als geheim eingestufte Informationen veröffentlichen, greift bereits über die USA hinaus um sich. Es ist höchste Zeit die Stimme zu erheben.

Zum offenen Brief https://aktion.freeassange.eu/

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren!

Amnesty International Deutschland (AID) ist in unserem Land eine weithin geachtete und viel zitierte Stimme, wenn es um Fragen der Menschenrechte geht.

Mit großem Befremden stellen wir jedoch fest, dass sich AID im Falle des inhaftierten Journalisten Julian Assange über mehrere Jahre hinweg weder mit einer Initiative zu dessen Freilassung eingesetzt noch in sonstiger Weise zu den bestehenden Menschenrechtsverletzungen in seinem Fall zu Wort gemeldet hat.

Zahlreiche Menschen, die uns im Rahmen unserer Aktivitäten zur Unterstützung für Julian Assange begegnet sind, traten an uns mit der Frage heran, was AID in dieser Sache unternehme, und empfinden die fehlende Unterstützung von AID als ebenso befremdlich wie wir.

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