Zur Erinnerung: Forbes-Artikel zum Design der Wirksamkeitsstudien für Covid-Impfstoffe

29. 07. 2021 | Weil die Diskussion um Diskriminierung Ungeimpfter und Bevorzugung Geimpfter derzeit so unerklärlich heißläuft, hier zur Erinnerung aus September 2020 ein Beitrag des Magazins Forbes zu den damals veröffentlichten Studienprotokollen (Studiendesigns) der letztlich erfolgreichen Impfstoffhersteller. Wie man auf dieser Basis Geimpfte als Ansteckungsquellen ausschließen kann, wird wohl für immer ein Geheimnis unserer Corona-Verordnungserlasser bleiben.

Der Artikel mit dem Titel „Covid-19 Vaccine Protocols Reveal That Trials Are Designed To Succeed“ (Covid-19 Impfprotokolle legen offen, dass die Studien auf Erfolg getrimmt sind) vom 23. September ist frei zugänglich.

Hier einige Schlüsselaussagen auf Deutsch:

  • Vermeidung einer Infektion ist bei keinem der Impfstoffe ein Erfolgskriterium.
  • Einziges Erfolgskriterium ist der Unterschied in der Schwere der Symptome bei bestätigten Infektionen.
  • Die Studiendesigns (Protokolle) von Moderna, Pfizer und AstraZeneca haben die Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe nicht als Erfolgskriterium. Es genügt, wenn leichte und moderate Symptome reduziert werden, bis hinunter zu Husten oder Kopfweh.

„Das ist völlig unzureichend: Diese Impfstoffstudien testen im Hinblick auf die Verhinderung von Erkältungssymptomen.“
William Haseltine, Forbes

  • Keine der Studien listet Verhinderung von Todesfällen als kritischen Endpunkt (Erfolgskriterium).
  • Johnson & Johnson ist die einzige Studie, deren Protokoll vorschreibt, dass schwere Covid-19-Fälle in die erste Analyse (interim Analysis) mit aufgenommen werden, und zwar mindestens 5 schwere Fälle von mindestens 75 Fällen.

US-Gesundheitsbehörde: Auch Geimpfte verbreiten das Virus

Dazu passt eine aktuelle Meldung von Tagesschau.de, zu einer Empfehlung der US-Gesundheitsbehörde:

„„Die CDC verwies auf neue Informationen über die Fähigkeit der Delta-Variante, sich auch unter Geimpften zu verbreiten und erklärte, in den Schulen sollten Schüler, Mitarbeiter und Besucher in jedem Fall auch dann eine Maske tragen, wenn sie bereits zwei Mal geimpft worden seien.“

Bei der Delta-Variante sei die Virusmenge in infizierten geimpften Menschen nicht von der Virusmenge in den Nasen und Rachen von ungeimpften Menschen zu unterscheiden. Geimpfte Menschen hätten das Potenzial, dieses Virus auf andere zu übertragen.

Das Perfide daran: Es macht alles nichts. Die Privilegierung von Geimpften und das Schikanieren von Ungeimpften und die dafür notwendige Kontrolle mit einem digitalen Impfausweis wird weiter vorangetrieben. Wenn die Gerichte diese Unterscheidung dann irgendwann für unrechtmäßig erklären, ist die angestrebte Totalüberwachungsinfrastruktur längst installiert und steht für alle möglichen Zwecke, für die sich immer eine Ausflucht finden lässt, zur Verfügung. „Passierschein bitte!“ wird zur Norm gemacht.

Ich danke Leser Marc Muncke für den Hinweis auf den Forbes Artikel. Auf den Tagesschau-Artikel bin ich durch reitschuster.de gestoßen.

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