ID2020 und die ansonsten völlig sinnfreie Diskussion um Privilegien für Geimpfte

22. 02. 2021 | Hören | Die Initiative ID2020 von Microsoft, Accenture und Gavi zielt darauf ab, alle Menschen mit einem biometrisch unterlegten Identitätsnachweis zu versehen. Ein digitaler Impfausweis, den man braucht um zu reisen, ins Kino zu gehen oder Leute zu treffen, ist ein prima Instrument, um das durchzusetzen. Einen vernünftigen Grund, solche Rechte auf Geimpfte zu beschränken gibt es abseits von ID2020 nicht.

Als sei der sachliche Grund dafür offensichtlich, wird die Diskussion um selektive Rückgabe von entzogenen Freiheitsrechten nur für Geimpfte immer weiter getrieben. Alltours (bitte boykottieren) will ab Herbst Hotels nur für Geimpfte öffnen. Fluggesellschaften haben angekündigt, nur noch Geimpfte und Genesene mitzunehmen, wenn einmal genug Menschen geimpft sind. Zeitungen setzen sich mit der Frage auseinander, ob Arbeitgeber Beschäftigte entlassen können, die sich weigern, sich impfen zu lassen. So ziemlich jedes Medium hat uns darüber aufgeklärt, dass Kneipen, Restaurants und Einzelhandelsgeschäfte angeblich das Recht hätten, frei zu entscheiden, ob sie die ungeimpften Aussätzigen noch zulassen wollen. Und so geht das weiter, in immer schnelleren und hysterischeren Runden. In Israel ist es schon Realität. Dort dürfen seit Sonntag Geimpfte mit einem digitalen Grünen Pass wieder in Fitness-Studios, Hotels, Theater oder zu Sportereignissen.

Während in Deutschland eine Diskussion über den extrem langsamen Impffortschritt mangels Impfstoff und Organisationstalent stattfindet, wird bereits hart daran gearbeitet, künftige Ungeimpfte zu asozialen Gefährdern zu stempeln.

Aber wen gefährden Ungeimpfte eigentlich?

  • Die Geimpften? Hoffentlich nicht. Sonst hätten die Impfungen ja keinen Sinn.
  • Die anderen Ungeimpften? Das sind ja dann nicht mehr sehr viele, und die haben es sich so ausgesucht und müssen nicht zwangsbeglückt werden, indem man sie vom gesellschaftlichen Leben ausschließt.
  • Das Gesundheitssystem und damit alle, die auf dieses angewiesen sind? Auch kaum. Wenn die meisten geimpft sind und die Impfung etwas taugt, kann eine Überlastung des Gesundheitssystems durch Covid-Fälle weitgehend ausgeschlossen werden.
  • Leute, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können? Das sind erstens ganz wenige, heißt es. Zum anderen hätten sie nichts davon, dass es Hotels und Flüge nur für Geimpfte gibt. Sie wären von diesen ja auch ausgeschlossen.

Wie man es dreht und wendet. Wenn einmal alle die Gelegenheit hatten, sich impfen zu lassen, gibt es außer in sehr speziellen Sonderfällen keinerlei sachliche und damit auch rechtliche Rechtfertigung mehr, Freiheitsbeschränkungen aufrecht zu erhalten.

Aber nicht von ungefähr gehört ja die Impfallianz Gavi von Bill Gates zu den Hauptakteuren von ID2020. Mit Impfungen und Impfpässen kann man diese Agenda hervorragend zwangsweise vorantreiben. So hat sich Bill Gates früh dafür ausgesprochen, dass der Nachweis einer Corona-Impfung die Voraussetzung für grenzüberschreitendes Reisen werden müsse. Er forderte in einem Interview mit dem Online-Medium TED Conferences einen digitalen Impfausweis auf biometrischer Basis. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

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