Britische Regierung entwickelt Echtzeit-Kontaktverfolgungssystem für die nächste Pandemie

28. 03. 2026 | Die britische Regierung gibt mehr als eine Milliarde Euro für die Entwicklung eines Kontaktverfolgungssystems für die nächste Pandemie und für das Einlagern von Schutzausrüstung aus. Außerdem arbeitet sie an einem Pandemiegesetz, das flexible Maßnahmen je nach Art der Pandemie ermöglichen soll.

Diesen Plan hat das Gesundheitsministerium am 26. März vorgestellt. Die Regierung geht davon aus, dass eine neue Pandemie „mit Sicherheit“ eintreten wird. Sie werde sich aber ebenso sicher von früheren Pandemien unterscheiden. Deshalb müssten die Pläne flexibel sein. Entsprechend will die Labour-Regierung unter Keir Starmer bis März 2027 ein Gesetz für alle Pandemiegefahren („All Pandemics Hazard Bill“) ausarbeiten.

Der Plan stützt sich laut Telegraph maßgeblich auf die Ergebnisse der Pandemieübung „Pegasus“ von 2025, welche die Ausbreitung eines neuartigen Erregers simulierte. Das Gesundheitsministerium will erst im Lauf dieses Jahres einen offiziellen Bericht über die Übung veröffentlichen. Diese simulierte die Ausbreitung eines fiktiven Virus. Dem begegnete die Regierung in der Übung wie schon beim Corona-Virus mit Reisebeschränkungen, Schul- und Geschäftsschließungen, Abstandsgeboten und Maskenpflicht. Sie musste sich auch mit Demonstrationen gegen die Maßnahmen auseinandersetzen.

Das neue System zur Kontaktverfolgung soll von der UK Health Security Agency (UKHSA) entwickelt und betrieben werden und „Echtzeit-Standortdaten“ sowie künstliche Intelligenz nutzen. Die UKHSA werde „Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit ‚Big Tech‘ prüfen“, um das System zu realisieren, das bis 2030 einsatzbereit sein werde, heißt es in dem Plan.

Ein neues Biosicherheitszentrum soll neue Krankheitserreger erforschen und in Kooperation mit dem Pharmaunternehmen Moderna Impfstoffe dagegen entwickeln. Ziel ist laut dem Regierungsplan, der Bevölkerung 100 Tage nach Ausbruch der Pandemie einen Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Das neue Zentrum soll allerdings erst 2038 betriebsbereit sein.

Ob alle Briten die Vorbereitungen auf ein intensiviertes Wiederaufleben der Corona-Maßnahmen so toll finden wie der Telegraph, darf bezweifelt werden. Der Telegraph wurde mit Millionen von der Bill & Melinda Gates Foundation gefördert, die im Impfwerbegeschäft überaus aktiv ist.