Achim Truger: Replik zur Stellungnahme des Sachverständigenrats

 Es ist gut, dass der Sachverständigenrat (SVR) nach Intervention des Handelsblatts in seiner Stellungnahme vom 29.11.2014 auf unsere Kritik am letztjährigen Jahresgutachten (2013) reagiert hat. Wir hatten diese Kritik ursprünglich bereits im April 2014 in einem IMK Report zur Steuerschätzung geäußert und bekräftigen sie in aktualisierter Form in einem Aufsatz für den Wirtschaftsdienst. Unsere Kritik bestand darin, dass der SVR bei seinen Berechnungen der Mehrbelastungen durch die kalte

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EZB-Schattenrat glaubt nicht, dass Staatsanleihekäufe viel Gutes bewirken

Der EZB-Schattenrat, dem 15 hochkarätige Volkswirte aus Finanzinstituten und Hochschulen angehören, hat sich auf seiner letzten Sitzung mit der Frage befasst, ob die weithin erwarteten Staatsanleihekäufe durch die EZB die lahmende Wirtschaft wieder in Schwung bringen werden. Wenige erwarten sich in dieser Hinsicht viel von der Maßnahme. Dass die lahmende Kreditvergabe dadurch in Gang kommt erwartet niemand. Am meisten Hoffnungen ruhen auf dem Übertragungskanal Schwächung des

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Wirtschaftsweise weisen Kritik zurück

 Das Handelsblatt berichtet in seiner Montagsausgabe auf Seiten 1 und 13 über die Kontroverse um den Sachverständigenrat und Ungereimtheiten in dessen jüngstem Jahresgutachten. Auf handelsblatt.com/sachverstaendigenrat dokumentiert das Handelsblatt die Anfrage des Redakteurs Norbert Häring mit der Auflistung der vermeintlichen Ungereimtheiten und die sehr ausführliche Antwort des Sachverständigenrats. So kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, ob

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Stimmt es wirklich, lieber Sachverständigenrat, …

dass es keine beunruhigenden Entwicklungen bei der Vermögensverteilung gibt? Zur Einschätzung der fünf Weisen: „Ausgehend von der Analyse der Einkommens- und Vermögensverteilungen erkennt der Sachverständigenrat aktuell in Deutschland keine beunruhigenden Entwicklungen“, hier als Kontrastprogramm ein Text zu dem, was bei den Reichen so los ist, also bei der Gruppe, die in der Verteilungsanalyse des Sachverständigenrats ausgeklammert bleibt.

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Wie die Wirtschaftsweisen tricksen und täuschen: Teil 4 – Leistungsbilanz

  Mit fast jeder überprüften Quelle, welche die Wirtschaftsweisen im jüngsten Gutachten zum Beleg ihrer Behauptungen anführen, erhärtet sich der Eindruck, dass „tricksen und täuschen“  milde Ausdrücke sind für das, was die Professoren tun. Allzu oft steht in den zitierten Quellen nicht das Behauptete, manchmal sogar das Gegenteil, etwa wenn behauptet wird, Investitionen im Ausland erhöhten die Investitionen daheim.

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Hurra! Deutsche Banken sind krisensicher – solange es keine unvorhergesehene Finanzkrise gibt

 Die Europäische Zentralbank hat mit ihrem umfassenden Stresstest den deutschen und französischen Großbanken ein sehr gutes Gesundheitszeugnis ausgestellt und den allermeisten europäischen Banken ein gutes. Es fehlen danach Europas Banken nur 25 Mrd. Euro um auch eine schwere Krise gut zu überstehen. Die deutschen und französischen Banken haben danach zusammen  viel mehr Kapital als sie dafür brauchten. Super! Dagegen schätzt Viral Acharya, einer der renommiertesten

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Wie die Wirtschaftsweisen tricksen und täuschen: Teil 3 – Ungleichheit (2)

  In der beliebten Serie zu den Tricks, mit denen der „Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ zu seinen gewünschten Ergebnissen kommt, widmen wir uns heute einem mit besonders viel Raffinesse eingefädelten Täuschungsmanöver. Es geht darum die Zunahme der Einkommensungleichheit klein zu reden und unschuldige Gründe dafür zu finden. In der Kurzfassung für den

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