Zwei neue Studien, eine davon sogar vom PEI, zeigen: Die Verkürzung des Genesenenstatus war ein Willkürakt

23. 01. 2022 | Aktuelle Studien der US-Gesundheitsbehörde CDC und des Paul-Ehrlich-Instituts legen nahe, dass die Immunität von Genesenen länger anhält als die von Geimpften. Das ist zusätzliche Evidenz, dass die drastische Verkürzung des Genesenenstatus durch das RKI in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ein Willkürakt war.

In der am 19.1. durch das CDC veröffentlichten Studie „COVID-19 Cases and Hospitalizations by COVID-19 Vaccination Status and Previous COVID-19 Diagnosis (…)“ heißt es zusammenfassend:

Zwischen Mai und November 2021 waren die Fall- und Hospitalisierungsraten bei ungeimpften Personen ohne vorherige Diagnose am höchsten. Bevor Delta im Juni die vorherrschende Variante wurde, waren die Fallraten bei Personen, die eine frühere Infektion überlebt hatten, höher als bei Personen, die nur geimpft waren. Anfang Oktober waren die Fallzahlen bei Personen, die eine frühere Infektion überlebt hatten, niedriger als bei Personen, die nur geimpft waren.“
Übersetzt mit www.DeepL.com

Die Genesenen hatten also auf Sicht einiger Monate einen besser anhaltenden Impfschutz als die Geimpften.

Studie des PEI widerspricht Schwesterbehörde

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), wie das RKI eine Behörde unter der Ägide von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, hat bereits im Dezember, also vor der RKI-Entscheidung, in einer Fachzeitschrift eine Studie mit dem Titel „Antibody response to SARS-CoV-2 for more than one year (…)“ veröffentlicht. Auf diese hat das PEI am 21.1. in einer Pressemitteilung mit dem Titel „Antikörper nach SARS-CoV-2-Infektion – neue Erkenntnisse über die Sensitivität und Nachweisdauer von Antikörpertests“ hingewiesen. Darin heißt es:

Das In-vitro-Diagnostika(IVD)-Prüflabor des Paul-Ehrlich-Instituts unter Leitung von Dr. Heinrich Scheiblauer hat in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Frankfurt am Main die Antikörperreaktionen über einen Zeitraum von mehr als 430 Tagen nach SARS-CoV-2-Infektion bestimmt. Dabei wurden 828 Proben von 390 Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen COVID-19-Schweregraden in zwölf verschiedenen Tests untersucht. (…)

Ein charakteristisches Merkmal bei den meisten Patientinnen und Patienten war eine mit der Zeit zunehmende Antikörperbindungsstärke (Antikörperavidität) für die immunogenen SARS-CoV-2-Antigene RBD und Spikeprotein. Die Avidität ist ein Korrelat (Maß) für die Antikörperreifung und die Bildung eines Immungedächtnisses. Gesamtantikörpertests, die aufgrund ihres Testdesigns eine höhere Antikörperbindungsstärke messen können, und die auf RBD oder Spikeprotein basieren, zeigten daher mit zunehmender Antikörperavidität eine hohe Sensitivität und lange Nachweiszeit. Antikörper konnten dabei über mehr als 430 Tage nach der Infektion nachgewiesen werden, ohne dass ein Endpunkt absehbar war. Surrogat-Virusneutralisierungstests zur Bestimmung neutralisierender Antikörper, die die Bindung von RBD (das auch in den bisher zugelassenen Impfstoffen verwendet wird) an die ACE2-Rezeptoren inhibieren, zeigten ebenfalls eine lange Nachweisdauer neutralisierender Antikörpern über 430 Tage.“

Das widerspricht diametral der Behauptung des RKI, dass Genesene keinen langanhaltenden Schutz hätten. Anstelle den Genesenen-Status mit unbelegten Behauptungen bezüglich der ohnehin viel weniger gefährlichen Omikron-Variante zu verkürzen, hätte dieser auf mindestens ein Jahr verlängert werden müssen, wie das in der Schweiz zuvor geschehen war.

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