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Interviews (Video)
Markus J. Karsten für den YouTube-Kanal von Westend

Roman Zeller für „Weltwoche“

Milena Preradovic (41 min) auf Punkt. Preradovic

auf YouTube, auf Punkt.Preradovic, auf Odysee)
Bastian Barucker (85 min)

Rezensionen
Katja Leyhausen auf Tichys Einblick:
Die Ausgaben für Verteidigung betrugen 2025 in Deutschland offiziell um die 86 Milliarden Euro, ungefähr 2% des BIP. Tatsächlich sind die Militärausgaben höher, und sie werden nicht nur vom Verteidigungsministerium, sondern auch vom Auswärtigen Amt, dem Bundesfamilien-, -gesundheits- und -innenministerium aufgebracht, sogar von den Landesregierungen. Denn der Staat führt einen nicht erklärten Hybridkrieg gegen seine Bürger, für den er einen Wahrheitskomplex aus Faktenchecker- und Hinweisgeber-NGOs, Extremismusexperten und Desinformationsforschern, Medienhäusern und Social-Media-Influencern durch intransparente Vernetzung verdeckt finanziert. Mehr lesen …
Helge Buttkereit in Freie Akademie für Medien & Journalismus
Norbert Häring hat in seinem unbedingt empfehlenswerten Buch Der Wahrheitskomplex (Westend Verlag, 303 Seiten, 25 Euro) den grundlegenden Mechanismus der heutigen Zensurpraxis herausgearbeitet und dabei die Verbindung zwischen vielen vermeintlichen „NGOs“ und den staatlichen Akteuren wie EU, Nato oder auch der Bundesregierung offengelegt. Seine grundlegende These lautet: „Der Staat lässt das, was er selbst nicht tun darf, durch Organisationen erledigen, die er finanziert, beeinflusst oder reguliert; mit dem gleichen verfassungswidrigen Ergebnis, dass Kritik am Regierungshandeln unterdrückt wird.“ Beispiele hierfür erkennen wir (natürlich) auch in dieser „Woche der Meinungsfreiheit“, die mit dem „Tag der Pressefreiheit“ begann. Mehr lesen …
Ronald Keuch in Reisezeiten und in jot.w.d.
Angesichts der Fülle und Tiefe des recherchierten Materials und einer Unmenge an Beispielen liefert Autor Häring für sein Buch einen Wegweiser. Im ersten von insgesamt fünf Kapiteln lautet die Überschrift kurz und bündig: „Der Wahrheitskomplex bei der Arbeit“. Darin überrascht er den Leser mit verschiedenen Erscheinungsformen der Unterdrückung und Kontrolle von Meinungen. Sie führten maßgeblich dazu, dass in Deutschland und in Europa das Vertrauen in die Meinungsfreiheit so stark gesunken ist. Da gibt es raffinierte Methoden, um die Berichterstattung über wissenschaftliche und medizinische Themen im Sinne von Politik und großen Konzernen gleichzuschalten. Dazu bedient man sich sogenannter Science Media Center, die von Regierungen, Unternehmen und Stiftungen finanziert werden. Diese fluten dann die Medienlandschaft massenhaft mit gleichgerichteten Informationen und unterdrücken gleichzeitig jeglichen wissenschaftlichen Diskurs über strittige Themen. Mehr lesen …
Maike Gosch auf den Nachdenkseiten
Das Buch liest sich trotz des dichten und komplexen Inhalts sehr flüssig. Man merkt die journalistische Erfahrung des Autors auf jeder Seite. Es ist dabei klar, klug und gut strukturiert. Norbert Häring ist promovierter Ökonom und arbeitete als Wirtschaftsjournalist für die Börsen-Zeitung, die Financial Times Deutschland und das Handelsblatt. Er betreibt auch den erfolgreichen Blog „Geld und mehr”. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Endspiel des Kapitalismus”, welches ein Spiegel-Bestseller wurde. Seine Erfahrung und sein Können, fachlich komplexe Sachverhalte einfach und anschaulich zu erklären, sind dem gesamten Buch anzumerken. Mehr lesen …
Paul Schreyer auf Multipolar
In den vergangenen zwölf Jahren ist in westlichen Ländern ein staatsnahes Netzwerk entstanden, das de facto Zensur betreibt. Sein Einfluss wächst, aber auch die Widerstände dagegen nehmen zu. Der Journalist Norbert Häring hat nun ein umfassendes Buch darüber vorgelegt, das nicht nur Ursprünge, Akteure und Ziele benennt, sondern auch Auswege zeigt. Mehr lesen …
Ole Skambraks in der Berliner Zeitung
Häring liefert zahlreiche Vorschläge für eine Rückabwicklung des Wahrheitskomplexes. Seine umfangreiche Maßnahmenliste hätte zwar das Zeug, einer inhaltsleeren FDP wieder politische Kontur zu verschaffen, doch aktuell scheint keine große Partei dafür Interesse zu entwickeln. Das Abschaffen von Gesetzen oder die Auflösung von NGOs werden wir im ausreichenden Maßstab nicht sehen. (…) Das Ende des Wahrheitskomplexes müsse im Inneren jedes Einzelnen beginnen, im Widerstand gegen die Militarisierung aller Bereiche der Gesellschaft. Mehr lesen …
Interviews (Text)
Carmela Negrete in junge Welt
Negrete: Wie bewerten Sie in dem Zusammenhang die Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts, dass die Tageszeitung junge Welt weiterhin im Verfassungsschutzbericht gelistet werden darf?
Häring: Medien sind nicht zur Verfassungstreue verpflichtet. Das Grundgesetz gibt ihnen das Recht, für ein anderes System und eine andere Verfassung, bzw. eine echte, vom Volk abgesegnete Verfassung zu werben. Auch wenn es stimmen sollte – was ich nicht weiß –, dass die junge Welt dafür wirbt, zum Beispiel die Marktwirtschaft oder das Privateigentum einzuschränken, so darf sie das, solange sie nicht zum gewaltsamen Umsturz aufruft. Wenn eine Regierungsbehörde sie dafür öffentlich als verfassungsfeindlich und gefährlich brandmarkt, schüchtert das potentielle Abonnenten und Werbetreibende ein, da sie persönliche Nachteile befürchten müssen. Ein solches Vorgehen ist nicht mit Presse- und Meinungsfreiheit vereinbar. Mehr lesen …
Francesco Becchi in Berliner Zeitung
Becchi: Sehen Sie also autoritäre Züge im EU-Sanktionsregime?
Häring: Das ist der Kulminationspunkt einer Entwicklung, die schon länger angelegt war. Im strategischen Plan der EU für 2024 bis 2029 wird kaum verhohlen jeder Regierungskritiker als potenzieller Staatsfeind bezeichnet. Das lässt sich auf einen Nato-Gipfelbeschluss aus dem Vorjahr zurückführen, in dem Ähnliches angedeutet und eine enge Zusammenarbeit mit der EU angekündigt wurde. Die Verbindung zum Militärischen, die ich von Anfang an diagnostiziere, wird immer offener.
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Roberto De Lapuente im Overton-Magazin
De Lapuente: Herr Häring, Sie beschreiben einen »Wahrheitskomplex«, der Meinungen steuert – so lautet folglich auch der Titel Ihres neuen Buches. Woran erkennen Sie, dass wir es hier mit einem koordinierten System zu tun haben und nicht mit vielen unabhängigen Akteuren und deren Interessen?
Häring: Dafür gibt reichlich Nachweise. Einflussreiche Organisationen wie der Atlantic Council haben Handlungsanleitungen für den Aufbau dieses Komplexes veröffentlicht. Die EU ist diesen Empfehlungen gefolgt. Sie hat ausdrücklich erklärt, dass sie diesen NGO-Komplex aufbauen und fördern will, zum Beispiel ein Netzwerk von Faktencheckern. Und genau so hat sie es auch gemacht. Und dann gibt es da noch ein Rahmenwerk zur Klassifizierung von Desinformationsoperationen und Gegenmaßnahmen mit dem schönen Namen DISARM. Das wurde im Auftrag des US-Militärs entwickelt. Laut einer Vereinbarung der EU mit der US-Regierung ist es das offizielle Instrument, mit dem der Informationsaustausch der Behörden und der NGOs des Wahrheitskomplexes untereinander und miteinander koordiniert wird.