Wes Brot ich ess: David Begrich fordert Daniela Dahn und Volker Braun zum Bruch mit dem BSW auf

6. 07. 2026 | David Begrich ist Rechtsextremismus-„Experte“ des mit jährlichen Millionenbeträgen fast vollständig von der Regierung finanzierten Vereins „Miteinander“. Sein Expertentum dementiert er selbst dadurch, dass er die Verbreitung rechtsextremistischen Gedankenguts per Zirkelschluss an den Stimmanteilen der größten Opposition gegen die Regierung misst. Radikale Kritik an Maßnahmen der Regierung und Enttäuschung von der real existierenden Demokratieform sind für ihn Zeichen von Rechtsextremismus. Sie haben in seinem regierungszentrischen Weltbild ihre Ursache fast immer in der Psyche oder dem Werdegang der Bürger, so gut wie nie im Handeln der Regierenden.

Das sollte man wissen, wenn man den Artikel im Freitag liest, in dem Begrich die Mitglieder der Grundwertekommission des BSW, Daniela Dahn und Volker Braun zum Austritt auffordert. Darin interpretiert er einen Brief der BSW-Spitze an die AfD-Spitze, in dem diese eine öffentliche Debatte anbietet und ihren Vorschlag einer Bürgerregierung wiederholt, eigenwillig in ein Angebot um, der AfD zur Macht zu verhelfen. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Offenbar fühlt sich die Regierung dadurch bedroht, dass sich das BSW einer Allparteienkoalition gegen die AfD nicht anschließen will.

Nachttrag (7.7): Daniela Dahn antwortet

Daniela Dahn hat, ebenfalls im Freitag, auf den Beitrag von Begrich geantwortet. Darin schreibt sie unter anderem:

„Um mein Wertesystem muss sich David Begrich keine Sorgen machen. Nein, mit Rechtsextremen regiert man nicht. Aber reden muss man gerade mit denen, mit denen man zutiefst uneins ist. Auch auf die Gefahr hin, aneinander vorbeizureden. Was soll man denn sonst mit ihnen machen – erschießen? Warten, bis sich die Sache von allein erledigt? Konfliktbewältigung durch Sprechen ist die Fähigkeit, die uns von allen anderen Lebewesen unterscheidet.“

Transparenzhinweis: Der Autor ist Mitglied der Grundwertekommission des BSW.