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Norbert Häring ist seit 1997 Wirtschaftsjournalist. Vorher arbeitete der promovierte Volkswirt einige Jahre für eine große deutsche Bank. Er engagiert sich in der World Economics Association für eine weniger einseitige und dogmatische Ökonomik. Er ist Träger des Publizistik-Preises der Keynes-Gesellschaft und des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises von getAbstract (Ökonomie 2.0).

Lebenslauf

Kurzer Nachtrag zu „Wirtschaftsweise beschuldigen sich des Plagiarismus“

 Der Sachverständigenrat hat sich in seiner Antwort auf eine Anfrage des Handelsblatts selbst indirekt eines Plagiats beschuldigt, indem er feststellte, er habe zwar eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft mit eigenen Daten nachvollzogen (repliziert), die replizierte Studie aber nur an einer Stelle erwähnt, wo es um einen internationalen Vergleich ging. Nun stellt sich heraus, dass dieser Quellenverweis auch noch falsch ist. Jedenfalls sieht das die Autorin der ansonsten ohne Verweis kopierten Studie so.

„Der Kontrast zwischen der tatsächlichen Verteilung und deren Wahrnehmung fällt in Deutschland besonders stark aus (Niehues, 2014)“, schreibt der Sachverständigenrat und will damit deutlich machen, dass die Deutschen vor allem wegen ihrer verzerrten Wahrnehmung der Ungleichheit auf Umverteilung stünden. Autorin Niehues erklärt auf Nachfrage, dass  „die Formulierung ‚besonders stark‘ eine Relation nahelegt, die dem internationalen Vergleich nicht standhält“ und erläutert: „die Verzerrung in Deutschland ist ausgeprägt …  aber nicht so extrem wie in den osteuropäischen Ländern, die immerhin ein Drittel der Länderstichprobe ausmachen.“

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