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Norbert Häring ist seit 1997 Wirtschaftsjournalist. Vorher arbeitete der promovierte Volkswirt einige Jahre für eine große deutsche Bank. Er engagiert sich in der World Economics Association für eine weniger einseitige und dogmatische Ökonomik. Er ist Träger des Publizistik-Preises der Keynes-Gesellschaft und des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises von getAbstract (Ökonomie 2.0).

Lebenslauf

Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele 2002 (The long dark teatime of the Soul 1991)

Ein sehr zu Unrecht wenig bekanntes Werk des Autors der berühmten fünfbändigen Trilogie “Per Anhalter durch die Galaxis”. Schräger Humor vom Allerfeinsten. Der ganzheitliche Detektiv Dirk Gently muss einen äußerst mysteriösen Fall lösen, in dem Gottesvater Odin in einem luxuriösen Sanatorium, ein wütender Thor und eine eigenwillige nach London verpflanzte Amerikanerin als dessen Reisegefährtin die Hauptrollen spielen.

Uwe Krüger: Meinungsmacht: Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse. (2013)

In seiner recht gut lesbaren Dissertation stellt der Medienwissenschaftlern theoretisch und praktisch dar, wie und warum die Nachrichten in den deutschen Leitmedien ihren Spin bekommen. Im praktischen Teil zeigt er auf, welche informellen Gruppen es gibt, in denen die Journalisten sich mit den Mächtigen vernetzen und von diesen beeinflusst und mit selektiven Informationen gefüttert werden. Ein sehr aufschlussreiches Werk.

Der Ökonom als Menschenfeind

Cover_Der_Oekonom_als_Menschenfeind.pngIst das negative Menschenbild der Ökonomen so tief in dieser Wissenschaft verwurzelt, dass besseres Wissen ihm nichts anhaben kann? Der Hamburger Ökonom Sebastian Thieme hat in seinem sehr  lesenswerten Büchlein mit dem Titel: „Der Ökonom als Menschenfeind? einiges „über die misanthropischen Grundmuster der Ökonomik“ zusammengetragen, was

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Joseph Huber: Monetäre Modernisierung

Es ist ziemlich peinlich für die Ökonomenzunft, dass einer, der unser Geldsystem besser als sie versteht und erklären kann, im Hauptberuf Soziologe ist (Universität Halle) und nur nebenher auch Ökonom. Aber wie schon John K. Galbraith gesagt hat, wird Komplexität kaum irgendwo so sehr missbraucht, um die Wahrheit zu verbergen, oder ihr auszuweichen, wie in Bezug auf das Geldwesen. Weniger professionelle Deformation hilft da beim Verständnis.

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Murry N. Rothbard: The Mystery of Banking

Murray Rothbard war ein libertärer US-Ökonom der Österreichischen Schule, ein Schüler von Ludwig von Mises. Das ist nicht wirklich nahe an meiner Weltanschauung. Und doch war dieses Buch – 1983 erstmals erschienen und 2008 vom Ludwig von Mises Institute in den USA nochmals im Internet veröffentlicht - prägend für mein Verständnis der Finanzwelt wie wenige

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Michael Hudson: Trade Development and Foreign Debt (1992/2009)

Das Wichtige und Besondere an diesem Lehrbuch zu Handel und Entwicklung ist unter anderem, dass es Schulden und Schuldendienst mit in Betracht zieht, was zum Beispiel für die Wirkung einer Währungsabwertung einen großen Unterschied machen kann. Das Buch bietet eine sehr lehrreiche Dogmengeschichte der Theorien zu internationalen Handel, Entwicklung und Investitionen.

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Buchbesprechung: Die Macht der einen Zahl

Eine Zahl zu ermitteln war den siegreichen Amerikanern nach dem zweiten Weltkrieg sehr wichtig; so wichtig, dass sie dafür einen führenden deutschen Statistiker aus der Sowjetisch Besetzten Zone entführten und in ein Ostberliner Amt einbrachen, um Unterlagen über den Industriezensus von 1936 zu stehlen. Die Zahl um die es ging, war das Bruttosozialprodukt. In einem neuen Büchlein über das so trocken erscheinende Thema

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John Weeks: Economics of the 1%

Weeks, ein sogenannter Post-Keynesianer entlarvt die Theorien des ökonomischen Mainstreams als gefällige Mythen, die den Interessen der wirtschaftliche mächtigen dienen. Er erklärt, auf diese Weise, warum die wirtschaftspolitischen Handlungsanweisungen, denen die Politik weitgehend folgt, nicht geeignet sind, die Lage der Bevölkerungsmehrheit zu verbessern.