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Norbert Häring ist seit 1997 Wirtschaftsjournalist. Vorher arbeitete der promovierte Volkswirt einige Jahre für eine große deutsche Bank. Er engagiert sich in der World Economics Association für eine weniger einseitige und dogmatische Ökonomik. Er ist Träger des Publizistik-Preises der Keynes-Gesellschaft und des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises von getAbstract (Ökonomie 2.0).

Lebenslauf

Buchtipp: Die große Rentenlüge – Warum eine gute und bezahlbare Alterssicherung für alle möglich ist

Der Titel wirkt reißerisch, aber der Inhalt trägt ihn zumindest der Richtung nach - wobei das Buch selbst deutlich macht, dass es nicht die eine große Lüge gibt, sondern ein ganzes Geflecht von Lügen, mit denen interessierte Kreise aus Wirtschaft, „Wissenschaft“, Politik und Medien die gesetzliche Rente schlecht machen und für Alternativen werben, an denen die private Finanzwirtschaft verdient.

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Buchtipp: Mit Tempo in die Privatisierung

Die beiden Gewerkschafter Kai-Eicker Wolf und Patrick Schreiner bringen es fertig, auf 160 Taschenbuchseiten plus Anhang alle wichtigen Fakten und Zusammenhänge rund um gerade wieder aufgeflammte Diskussion zu Öffentlich-Privaten-Partnerschaften beim Bau und Betrieb von Autobahnen und Schulen zusammenzutragen.

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Buchempfehlung: "Beating the Odds", von Lin und Monga zu Entwicklungspolitik

Fluchtursachen bekämpfen ist Mantra der deutschen Politik geworden. Dabei versucht man seit Jahrzehnten, die Armut und Perspektivlosigkeit, in den Heimatländern der Migranten zu beheben, mit sehr mäßigem Erfolg. Das hat zu dem unterschwelligem Defätismus geführt, dass Entwicklung in vielen Ländern nicht möglich ist, weil Regierungen inkompetent oder korrupt sind oder die Bedingungen fehlen. Lin und Monga zeigen: Entwicklung ist möglich, überall!

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Kurze Rezension von "Econocracy" und "Zur Pluralität der volkswirtschaftlichen Lehre in Deutschland"

Die Frage der Queen, warum niemand die Finanzkrise kommen sah, löste bei den Ökonomieprofessoren Europas eine Welle von Selbstzweifeln und Seelenforschung aus. Doch diese Phase währte nur kurz. Seit Jahren herrscht in der Forschung wieder Normalität, und gelehrt wird wie ehedem. Das ist die übereinstimmend Diagnose eines Forscherteams der Universität Kassel, das die volkswirtschaftliche Lehre in Deutschland untersucht hat, und der Post Crash Economics Society an der Universität Manchester in ihrem Buch "Econocracy".

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John Komlos entwirft eine realitätsbasierte VWL

John Komlos - Oekonomisches Denken nach dem CrachHelge Peukert, Erfurt. John Komlos: Ökonomisches Denken nach dem Crash: Einführung in eine realitätsbasierte Volkswirtschaftslehre  Metropolis Verlag, 2015. 378 Seiten. 26 Euro. Deutsche Übersetzung und Überarbeitung von “What every economics student needs to know and doesn´t get in the usual principles text”. M.E. Sharpe, 2014.

Studenten mühen sich zumeist mit Lehrbüchern ab, die

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Bausteine der Wirtschaft, VWL-Lehrbuch von Hermann Adam

Thomas Meyer - VollgeldWenn mein Kind sich mit dem Gedanken tragen würde, Volkswirtschaftslehre oder so etwas zu studieren, würde ich ihm die aktuelle (16.) Auflage von  Bausteine der Wirtschaft von Hermann Adam in die Hand drücken. Ich würde denken, wenn er oder sie dieses Buch nicht interessant findet oder nicht versteht, dann wäre Volkswirtschaft nicht das richtige Studium. Nicht, weil es besonders

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Griechenlands Misere und die Lehren der alten deutschen Wirtschaftsdenker

Thomas Meyer - VollgeldVon Frederic Spohr*, Bangkok. Mehr als ein Viertel seiner Wirtschaftsleistung hat Griechenland in der Krise eingebüßt. So misslungen ist die Rettung, dass sich Entwicklungsökonomen inzwischen mit dem Land befassen. Für den Norweger Erik Reinert, einen früheren Industriellen, heute Ökonomieprofessor, wirken auf Griechenland ähnliche Kräfte wie auf abgehängte Länder

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