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Norbert Häring ist seit 1997 Wirtschaftsjournalist. Vorher arbeitete der promovierte Volkswirt einige Jahre für eine große deutsche Bank. Er engagiert sich in der World Economics Association für eine weniger einseitige und dogmatische Ökonomik. Er ist Träger des Publizistik-Preises der Keynes-Gesellschaft und des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises von getAbstract (Ökonomie 2.0).

Lebenslauf

Leserreaktionen zur Finanzkompetenz

 LUX: Ihre Argumentation, finanzwirtschaftliche Bildung sei nicht darstellbar, verknüpft mit der Unterstellung, die Finanzbranche würde nur Verantwortung auf den Kunden abwälzen und weitere Regulierung abwehren, empfinde ich als unabhängiger Vermögensverwalter als Ärgernis. Niemand verlangt vom Endverbraucher, Zinseszinsrechnungen oder komplexe Zukunftsprognosen aufzustellen. Doch ein allgemeines Grundverständnis zu Zusammenhängen in Wirtschaft und am Kapitalmarkt

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Der Bankenrettungsfonds hätte in der letzten Krise gereicht

Leser: Sehr geehrter Herr Häring, erlauben Sie mir zwei Kommentare zu "Die Bankenunion dient den Banken": 1. die 1,6 Billionen waren großteils Garantien, die nicht (oder zumindest nicht überwiegender Höhe) zu Verlusten der Steuerzahler geführt haben oder führen werden. 2. Nicht für 8% der Verluste, sondern für 8% der Bilanzsumme haften zukünftig Eigentümer und Gläubiger. Die Bilanzsumme ist natürlich viel höher als die Verluste. Diese Zahl ist zudem das Minimum, nicht das Maximum. Fazit: Wenn man diese 8% der Bilanzsumme ins Verhältnis

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Teure Internationale Verantwortung

Die Geschichte um die Abhängigkeit Deutschlands von den Gaslieferungen aus Russland ist in meinen Augen sehr interessant. Denn der Gasmarkt ist derzeit alles andere als ein Verkäufermarkt. Nur hat Deutschland sich mit seiner Beschränkung auf die Pipelines von dem politischen Wohlwollen Russlands abhängig gemacht. Deutschland hätte sich über eine Schnittstelle zu dem flexiblen Gasmarkt, der über Gastanker läuft,

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Stimmt es, dass der Leitzins der Europäischen Zentralbank irrelevant ist?

Die Diskussion um die Auswirkungen der üppigen Liquiditätsversorgung der Märkte durch die Notenbanken verfolge ich schon lange: keine Inflationsschübe, solange das Geld nicht in der Realwirtschaft ankommt z.B. durch Kreditvergabe der Banken, so habe ich es im Handelsblatt gelesen, was abwich von den Lehren meines Studiums. Übrig bleibt die Frage, was mit dem Geld geschieht. Die Banken saugen sich zum Niedrigzins mit Liquidität voll und kaufen sich Staatanleihen zu höherem

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Stimmt es, dass viele Minijobberinnen ziemlich teure Autos fahren?

Aktualisierung:  Das in der Kolumne behandelte Modell, bei dem die Ehefrau als Minijobberin statt Lohn die Nutzung eines Pkw erhält, kann am Erfordernis der „Fremdüblichkeit“ für Verträge unter Verwandten scheitern. Attraktiv ist das Modell, weil der Arbeitgeber deutlich höhere Kosten ansetzen kann, als die Arbeitnehmerin versteuern muss. In einem aktuellen Urteil (Beschluss X B 181f/13) hat der Bundesfinanzhof ein Urteil aus

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Leserreaktion: Frauen müssen fürs Arbeiten bezahlen

 Am 18.2. hatte ich in meiner Handelsblatt-Kolumne auf den Skandal hingewiesen, dass verheirateten Frauen, die im Minijob arbeiten daran gehindert werden, ihren Arbeitseinsatz zu erhöhen, weil sie sonst erheblich weniger zum Netto-Familieneinkommen beitragen würden. Das sei in Sachen berufliche Emanzipation der Frau viel schlimmer als jedes Betreuungsgeld. LESER: Anlässlich Ihrer aktuellen Kolumne frage ich mich, was die angesprochenen Frauen daran hindert, eine getrennte Veranlagung

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Leserreakton: Ukrainische Opposition vom Auslands Gnaden

 In der Handelsblatt-Kolumne vom 25.2. hatte ich ausführliche die US-Außenstaatssekretärin Victoria Nuland zitiert, die einerseits  im fuck-the-EU-Telefonat mit dem US-Botschafter besprochen hatte, wer in die neue ukrainische Regierung sollte und wer nicht, andererseits im Dezember in Washington von fünf Milliarden Dollar gesprochen hatte, die die USA ausgegeben hätten, um die außerparlamentarische Opposition und Verbündete in Unternehmen, Regierung und Kirche zu unterstützen. Dazu schrieben mir empörte Leser:

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Leserreaktionen zum Bundesbank-Gold aus New York

 Das Handelsblatt schrieb am 6. Februar unter dem Titel „Schweigen ist Gold“ über die schleppende Rückholung von Gold aus der Lagerstätte in New York. Ich kommentierte das auf diesem Weblog. Die Bundesbank fühlt sich danach nicht mehr an die ursprüngliche Zusage an den Haushaltsausschuss des Bundestags von Herbst 2012 gebunden, bis 2015 insgesamt 150 tonnen aus New York nach Deutschland zu holen. Im Jahr 2013 hat sie nur fünf Tonnen Gold nach Deutschland gebracht.

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Leserreaktionen auf die HB-Kolumne: Stimmt es, dass Karlsruhe an effiziente Finanzmärkte glaubt?

 Die Märkte, sprich die Banken, haben zwar versagt und uns damit die Krise eingebrockt. Trotzdem sollen sie unbeschränkt regieren und für Disziplin sorgen - so will es das Bundesverfassungsgericht, hatte ich am 12.2. geschrieben. Dr. Volker Gallandi (Rechtsanwalt) erwidert: Es geht nicht um den Euro, um effiziente Märkte usw., das Gericht ist inhaltlich gegenüber Beschlüssen der Politik (= des Verfassungsorgans Parlament) neutral. Es geht nur um die Kompetenz-Kompetenz: Da die

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Leserreaktionen zur Kolumne über Auslandseinsätze

Meine Kolumne zu Auslandseinsätzen hat kontroverse Reaktionen hervorgerufen. Ab heute will ich hier Stellungnahmen von Lesern zu meinen Handelsblatt- und Website-Texten veröffentlichen und soweit sinnvoll dazu Stellung nehmen. Unter dem Titel „Stimmt es, dass wir uns international mehr einmischen müssen?“ habe ich am 3.2. geschrieben: „Verteidigungsministerin und Außenminister erklären die Ära der "Kultur der Zurückhaltung" für beendet. Es werde erwartet, dass Deutschland

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