Signifikanz – Die Lebenslüge der empirischen Wirtschaftsforschung

Zweck eines Ökonomiestudiums sei es, die Studenten davor zu bewahren, von Ökonomen hinters Licht geführt zu werden, schrieb die berühmte Ökonomin Joan Robinson schon 1955. Das Bonmot hat Konjunktur, seit die Volkswirtschaftslehre - gemeinsam mit anderen Sozialwissenschaften - in eine sogenannte Replikationskrise geraten ist. Damit ist gemeint, dass sich sehr viele experimentelle oder statistische "Beweise" als extrem brüchig erwiesen haben.

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So täuscht man mit Umfragen: Bioethanolverband stellt überwältigende Unterstützung in der Bevölkerung fest

Knapp 70 Prozent der befragten EU-Bürger sind für den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen aus Ackerpflanzen. Das behauptet der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe)in einer Presseerklärung. Die Umfrage bei immerhin gut 11.000 Teilnehmern ist als Schulbeispiel dafür geeignet, wie man mit sehr einfachen Mitteln eine Umfrage massiv verfälschen und so die Öffentlichkeit täuschen kann. Trau keiner Umfrage, bei der Du nicht mindestens alle Fragen gelesen und deren Reihenfolge festgestellt hast!

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Norbert Häring rief im Herbst 2002 den EZB-Schattenrat des Handelsblatts ins Leben. Ende November 2002 trafen sich die zunächst 18 prominenten Ökonomen aus Finanzinstituten, Hochschulen und Forschungsinstituten zu ihrer konstituierenden Sitzung. Hauptzweck des Gremiums ist es, das Für und Wider geldpolitischer Maßnahmen und Strategien zu diskutieren und transparent zu machen. Damit wollen sie die Informationslücke kompensieren, die dadurch entsteht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) der Öffentlichkeit systematisch jeweils nur die Begründung und Argumente für die gewählten Maßnahmen und Strategien liefert, die Gegenargumente und die Argumente für Alternativen aber allenfalls punktuell. Norbert Häring leitet als nicht-stimmberechtigter Vorsitzender

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die Sitzungen des Gremiums. Sie fanden in den ersten elf Jahren zehn bis elf Mal im Jahr jeweils eine Woche vor den entscheidenden Zinssitzungen des EZB-Rats statt. Ende 2013 wurde die Sitzungsfrequenz auf vier bis fünf pro Jahr reduziert.

Während der EZB-Rat zunächst mit 18 ebenso viele Mitglieder hatte wie der EZB-Rat, machte er die als impraktikabel empfundene Vergrößerung des EZB-Rats nicht mit und verringerte die Mitgliederzahl stattdessen auf 15.

Die derzeitigen Mitglieder sind:

José Alzola (the Observatory Group), Marco Annunziata (General Electric), Manuel Balmaseda (Cemex), Elga Bartsch (Morgan Stanley), Andrew Bosomworth (Pimco), Sylvain Broyer (Natixis), Julian Callow (Barclays Capital), Jacques Cailloux (Nomura), Eric Chaney (Axa), Janet Henry (HSBC), Merijn Knibbe (Wageningen Universität), Jörg Krämer (Commerzbank), Erik Nielsen (Unicredit), Jean-Michel Six (Standard & Poor’s), Richard Werner (Southampton Universität)

Ehemalige Mitglieder (Auswahl)

Sushil Wadhwani (vormals Bank von England, Wadhwani Asset Management), Jürgen von Hagen (Universität Bonn), Marko Skreb (ehem. Gouverneur der kroatischen Zentralbank), Paul De Grauwe (Universität Leuven), Francesco Giavazzi (Bocconi Universität), Michael Heise (Allianz), Willem Buiter (vormals Bank von England, Citigroup),  Daniel Gros (CEPS), Thomas Mayer (Deutsche Bank), Giancarlo Corsetti (European University Institute), Stephen King (HSBC), Charles Wyplosz (Genfer Hochschulinstitut), Gustav Horn (IMK)

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