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Norbert Häring ist seit 1997 Wirtschaftsjournalist. Vorher arbeitete der promovierte Volkswirt einige Jahre für eine große deutsche Bank. Er engagiert sich in der World Economics Association für eine weniger einseitige und dogmatische Ökonomik. Er ist Träger des Publizistik-Preises der Keynes-Gesellschaft und des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises von getAbstract (Ökonomie 2.0).

Lebenslauf

Wirtschaftswissenschaft im Dienste der Macht

Auf den englischsprachigen Seiten dieses Blogs habe ich (hier) meinen Vortrag zu Economics as Superstructure veröffentlicht, gehalten am 23. März in London bei einem Seminar zu Ökonomie und Macht, das Lord Robert Skidelsky in den altehrwürdigen Hallen des House of Lords veranstaltet hat. Dazu, wie der frühere oberste Finanzaufseher Lord Adair Turner dort der Finanzbranche die Leviten las, habe ich in der Ausgabe vom 25.3. im Handelsblatt geschrieben. James Galbraith nahm

eine kurze Auszeit von seiner erkennbar aufreibenden Beratungstätigkeit in Athen um über die Rolle der monetär aufgeblähten Vermögensmärkte bei der Zunahme der Ungleichheit zusprechen.

Meine These, die ich in dem Vortrag an Beispielen ausführe, lautet kurz gefasst: Immer wenn sich die Interssen der Mächtigen (Macht nicht notwendigerweise negativ besetzt) geändert haben, hat sich der ökonomische Mainstream angepasst.